Back To Travel: Geschäftsreisen während und nach COVID-19

23. FEBRUAR 2022 - Neue Standards für die "Neue Normalität" - der ISO 31030 Leitfaden für das Travel Risk Management 

 

Von Dr. Alexander Hasenstab, Regional Security Manager bei International SOS

Die 
Anzahl der Geschäftsreisen nimmt wieder deutlich zu. Doch was zunächst positiv klingt, hat einen Haken: Auch das Sicherheits- und Gesundheitsrisiko für Reisende hat zugenommen. Deshalb ist die ausführliche Auseinandersetzung mit dem Reiserisiko-Management wichtiger denn je. 

Aufgrund der Pandemie ist der Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung in vielen Ländern zu einer großen Herausforderung geworden. Ist diese im bereisten Land unzureichend oder nicht verfügbar, ist oftmals eine medizinische Evakuierung zwingend. Die Daten von International SOS zeigen, dass das Risiko für eine medizinische Evakuierung während einer Geschäftsreise heute neunmal höher ist als 2019. Dies ist auf die direkten Auswirkungen von COVID-19 zurückzuführen, gekoppelt mit einem erhöhten Bedarf an medizinischer Versorgung und aufgrund komplexer Anforderungen bezüglich Tests, Isolation und Quarantäne-Maßnahmen. Noch dazu sind medizinische Evakuierungen sehr viel komplexer geworden: Die Bearbeitungszeit für die Abwicklung einer medizinischen Evakuierung für COVID-19-Fälle und Nicht-COVID-19-Fälle ist wegen der aufwändigen Organisation hinsichtlich Logistik und Einholung aller erforderlichen Bewilligungen gestiegen.


Was ist neu am neuen ISO-Standard 31030?

Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen Ihre Reiserisiko-Management-Prozesse eingehend auf die Probe stellen. Was wäre da hilfreicher als ein neuer Leitfaden, der aufzeigt, welche Aktivitäten sich weltweit bewährt haben, wenn es um den Schutz von Mitarbeitenden auf Reisen und Entsendungen geht. Zwar beschäftigen sich viele Unternehmen schon seit Jahren oder Jahrzehnten mit dem Reiserisiko-Management. Neu ist aber, dass es einen Leitfaden auf internationaler Ebene gibt. Was vorher nationalen Gesetzen, Regeln, Empfehlungen oder Best Practices unterworfen war, ist jetzt international vereinheitlicht worden.

 

In Deutschland nennt das Arbeitssicherheitsgesetz Vorgaben für Unternehmen zum Schutz ihrer Mitarbeitenden. Zusätzlich gibt es gesetzliche Regelungen zur Gefährdungsbeurteilung, d. h. zur Beurteilung von Gefahren, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei der Ausübung ihrer Reisen entstehen können. Diese Vorgaben existieren allerdings nicht in allen bzw. nicht einheitlich in allen Ländern. Dank des neuen Leitfadens können Unternehmen auf eine Anleitung bauen, welche eine erprobte Handlungsempfehlung vorgibt. Sprich, die ISO 31030 legt eine Messlatte dafür, was Unternehmen tun sollten, um ihr Travel Risk Management gemäß der besten Vorgehensweise umzusetzen. Anhand des Dokuments lassen sich Empfehlungen für einen Prozess sowie konkrete Maßnahmen herauslesen, die ein Unternehmen zum Schutz seiner Mitarbeitenden treffen sollte.

 

Idealerweise sollte dieser Leitfaden in das Unternehmens-Risikomanagement eingebettet werden, um das Reiserisikomanagement holistisch anzugehen. Weil Reisen oft ein essenzieller Bestandteil von Geschäftsunternehmungen sind, müssen sie auch aus einer Unternehmensperspektive betrachtet werden. So werden nicht nur Risiken für die Mitarbeiter, sondern auch Risiken für die Unternehmen abgewendet, seien es juristische Risiken, finanzielle Risiken oder Risiken in Bezug auf die Reputation. Ein wesentlicher Bestandteil eines holistischen Reiserisiko-Managements ist auch, das die erhobenen Risiken den Unternehmenszielen gegenübergestellt werden.


Wie unterstützt International SOS?

Viele der Dienstleistungen von International SOS finden sich im neuen ISO-Standard 31030 wieder. Unterstützung bietet International SOS zum Beispiel bei:


  • Lagebeurteilung
  • Auswahl von Unterkünften
  • Logistik bzw. Transporte von Mitarbeitern
  • Notfall-Management-Planung
  • Evakuierung
  • Schulung
  • Lokalisieren von Mitarbeitern (Tracker)
  • Pre-Trip Advisories (Wichtige Empfehlungen vor der Reise)
  • Alerts (Warnmeldungen bei Eintritt eines Events)
  • Kommunikation z. B. bei Lageveränderung (digitale Massenkommunikation)

International SOS bietet darüber hinaus Beratungsdienstleistungen an, um Unternehmen bei der Aufsetzung von Prozessen und Strukturen zu unterstützen, die konform mit der neuen ISO 31030 sind. Das kann zum einen die Beratung zur Erstellung von Reiserisikorichtlinien für Unternehmen sein, die noch keine solche Richtlinie haben. Zum anderen bietet sich eine Lückenanalyse der bestehenden Richtlinie und Prozesse am. So kann der Ist-Zustand im Vergleich zum neuen ISO-Standard aufgezeigt und ggf. eine Roadmap entwickelt werden, mit der der nächste Reifegrad des Travel Risk Managements erreicht werden kann.

 

Die Beratungsservices richten sich individuell nach den Bedürfnissen von Unternehmen aus allen Branchen und jeder Größe, so wie es auch die ISO 31030 tut. Die individuelle Anpassung des Travel Risk Managements basiert auf virtuellen oder persönlichen Interviews und Workshops mit den jeweiligen Beteiligten der Unternehmen (z.B. Geschäftsführung, Personalabteilung, Travel Management) und wird somit genau auf den Bedarf des Unternehmens angepasst.

 

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie International SOS sie bei der Umsetzung der neuen ISO-Norm 31030 unterstützen kann? Wenden Sie sich gerne an Ihren Kundenbetreuer oder germany@internationalsos.com.

 

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10. Februar 2022 - Neu geschaffene Position Market Leader Central Europe, Consulting & Solutions - Erstes Projekt: COVID-19 Risk Dashboard

 

Melanie Hermann, ehemals Hahn, ist seit 10 Jahren fester Bestandteil des Vertriebsteams bei International SOS Sales. Aus der Elternzeit zurück, hat sie seit 1. Februar eine neu geschaffene Stelle im Consulting-Team Zentraleuropa angenommen. Frau Hermann, wie ist es, zurück zu sein? 

Ich habe mich nach über zwei Jahren Elternzeit sehr auf die Rückkehr in den Job gefreut, hatte aber auch eine gute Portion Respekt davor, den neuen Spagat zwischen Beruf und Familie zu meistern. Der Wiedereinstieg hat sehr gut funktioniert und mein Plan war es, in Ruhe wieder in meinen alten Job als Business Development Manager einzusteigen. Wer mich kennt, weiß jedoch, dass Ruhe nicht meine Stärke ist. Als sich die Möglichkeit ergab, eine ganz neue Stelle im Team anzunehmen, habe ich darum gleich die Initiative ergriffen. 

 

Die neue Position, können Sie darüber berichten? 

Gerne. Ich bin nun als Market Leader Central Europe, Consulting & Solutions tätig. Auf gut Deutsch bedeutet das, ich betreue das Thema Beratung zu Gesundheits- und Sicherheitsthemen und fungiere als Bindeglied zwischen Sales und Consulting. International SOS hat diese Funktion neu geschaffen, um seine Beratungsleistungen noch besser auf die Bedürfnisse der Kunden anpassen zu können.

 

In der globalen COVID-Pandemie hat International SOS flexibler und dynamischer denn je auf Kundenanforderungen reagiert und es Unternehmen ermöglicht, ihr Geschäft aufrecht zu erhalten. Sei es durch die COVID-spezifische Beratung eines Maschinenbauunternehmens, um die Fertigstellung einer Anlage auf einer Baustelle in Asien zu ermöglichen, die Einrichtung einer speziellen COVID-Sorgen-Hotline für einen Kunden aus der Modebranche oder durch die Unterstützung von Initiativen zur mentalen Gesundheit. Viele der akuten Auswirkungen von COVID bestehen weiter und Langzeitwirkungen werden uns noch viele Jahre begleiten. 

 

Meine neue Aufgabe ist es, die Herausforderungen unserer Kunden genauer zu verstehen und gemeinsam mit unserem globalen Team aus Gesundheits- und Sicherheitsexperten individuelle Lösungen zu konzipieren. Hierbei geht es nicht nur um das Thema Travel Risk Management, das Brot- und Buttergeschäft von International SOS, sondern insbesondere darum, die globale Resilienz von Unternehmen in den Bereichen Sicherheit und Gesundheit sicherzustellen.

 

Das klingt spannend! An welchen Projekten arbeiten Sie gerade?
 
Es ist absolut spannend. Ich arbeite aktuell vor allem am COVID-19 Risk Dashboard. Das Dashboard ist ein Frühwarnsystem, mit Hilfe dessen Unternehmen eine regionale Eskalation der pandemischen Lage voraussehen und aktiv werden können, bevor es zu spät ist. Denn die Pandemie ist nicht vorbei, sie ist nur wesentlich komplexer geworden, weil die Situation weltweit so unterschiedlich ist.

 

Das COVID-19 Risk Dashboard unterstützt produzierende Unternehmen, die Niederlassungen und Projekte weltweit haben, ihren Geschäftsbetrieb global aufrecht zu erhalten. Ebenso hilft das Dashboard Unternehmen wie Beratungen, Banken oder NGOs bei der Planung der Wiederaufnahme von Reisen. Denn die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, sie ist durch die erheblichen globalen Unterschiede noch komplexer zu handhaben geworden. 

 

Das Dashboard besteht aus einer einfachen und übersichtlichen Excel-Datei, die einen Überblick über die COVID-19 Risikolage und eine Prognose für die nächsten vier bis zehn Tage für 120 Länder weltweit liefert. Unternehmen erhalten wöchentlich ein aktualisiertes Dashboard, dessen Inhalt weit darüber hinaus geht, was sie aus den gängigen Quellen erfahren können. Zusätzlich zu den öffentlichen COVID-Fakten, wie den Fallzahlen, ermitteln wir einen Wert für die Resilienz eines Landes, unter anderem durch Betrachtung des Ausfallrisikos des Gesundheitswesen. Unsere Experten nutzen diese Werte kombiniert mit unserem lokalen Know-how, um aussagekräftige Prognosen darüber zu treffen, ob in einem Land ein großer Ausbruch bevorsteht und inwieweit dieser die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen wird. So können Unternehmen früh genug aktiv werden und Maßnahmen ergreifen, um ihre Mitarbeiter zu schützen und ihre Business Continuity zu wahren. Das Dashboard ist somit ein Frühwarnsystem, ein Trigger.

Welche konkreten Maßnahmen für ein Land und ein Unternehmen im individuellen Fall empfehlenswert sind, ist sehr unterschiedlich. Es kann zum Beispiel empfehlenswert sein, Mitarbeiter frühzeitig ins Homeoffice zu schicken, noch bevor eine Regierung eine entsprechende Anweisung ausspricht. Es kann ratsam sein, auf einer Projektsite frühzeitig strengere AHA-Regeln aufzustellen und für entsprechende medizinische Ausrüstung zu sorgen, wie beispielsweise Beatmungsgeräte. Ebenso kann es im Einzelfall sinnvoll sein, eine Reise, wenn möglich, um 14 Tage zu verschieben oder früher abzubrechen. Konkrete Maßnahmen können Unternehmen auf der Basis des Dashboards in weiterführenden Beratungsgesprächen mit unseren Experten besprechen.

 

Welche Themen neben dem COVID Risk Dashboard stehen aktuell noch auf der Agenda?

Ein weiteres wichtiges Thema, an dem ich gerade arbeite, ist die neue Norm ISO 31030. Endlich gibt es eine konkrete Anleitung dazu, wie ein Travel Risk Management aufzubauen ist. Doch wie lässt sich die ISO nun individuell auf ein Unternehmen anpassen und sich ein entsprechender geschäftsunterstützender Prozess umsetzen? Hierzu entwickeln wir aktuell unterschiedliche Beratungsservices und Konzepte. 

Last but definitely not least beschäftige ich mich mit dem Thema Wellness. Leider nicht im klassischen Sprachgebrauch von Massage und Spa, sondern im Sinne von „Wellbeing“. In den vergangenen Jahren gab es dramatische Entwicklungen, was die Mitarbeitergesundheit angeht. Langzeit- Krankmeldungen oder Burnouts sind nur die Spitze des Eisbergs, die durch COVID verstärkt zum Vorschein kamen. Wenn überhaupt etwas Positives aus der Pandemie gezogen werden kann, dann, dass das Thema Gesundheit in den Fokus gerückt, quasi zur Chefsache geworden ist.

Wir unterstützen hier mir unterschiedlichen Services, angefangen bei Ad-Hoc-Unterstützung im Rahmen von virtuellen Meetings für Mitarbeiter und Personalverantwortliche, die wertvolle Tipps zum Umgang mit Stresssituationen bieten, bis hin zur Entwicklung einer Corporate Health Policy, eingebettet in die Strategie eines Unternehmens. International SOS arbeitet sowohl an kurzfristigen als auch langfristigen Lösungen für Unternehmen jeder Größe und Industrie. Die meisten Unternehmen haben die Bedeutung der Mitarbeiter als wichtigste Ressource schon lange erkannt und Initiativen wie “we care” ins Leben gerufen. Wir helfen dabei, als „Architekt“ solche Initiativen fundiert zu planen und sie mit konkreten Inhalten zu füllen. Und das nicht nur für Mitarbeiter in Deutschland, sondern für die Belegschaft an Standorten weltweit. 

  

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26. Januar 2022 - Neuer Geschäftsführer für Zentraleuropa: Interview mit Cédric Fraissinet

Seit dem 1. Januar 2022 tritt Cédric Fraissinet in die Fußstapfen von Fréderic Balme und ist neuer General Manager Central Europe bei International SOS. Fréderic Balme bleibt Standortleiter in Frankfurt, übernimmt aber Aufgaben als Senior Vice President im Bereich Government Services.

 

In den letzten zehn Jahren hatte Cédric Fraissinet Positionen als Vertriebs- und Geschäftsführer bei International SOS in der Schweiz und in Italien inne. In seiner neuen Funktion ist er für die gesamte Region Zentraleuropa (inklusive der Schweiz und Italien) verantwortlich. Vor seinem Eintritt bei International SOS organisierte er Hubschrauberdienste in Afrika, Osteuropa und Zentralasien und war ehrenamtlich für Rettungsdienste und in der Bergrettung im Einsatz. Das Gesundheitswesen zählt zu seinen großen Leidenschaften. 

 

Porträt von Geschäftsführer Zentraleuropa Cédric Fraissinet

 

Herr Fraissinet, wie sieht Ihre neue Rolle aus?

In meiner neuen Rolle unterstütze ich unter anderem das deutsche bzw. österreichische Team beim Vertrieb, bei der Vermarktung und beim Ausbau unserer Lösungen und Dienstleistungen. Ich freue mich, dass wir namhafte große und mittelständische Firmen in Deutschland und Österreich betreuen dürfen und als verlässlicher Partner beim Schutz ihrer Mitarbeiter wahrgenommen werden.

Weiter arbeite ich eng mit unseren medizinischen und sicherheitstechnischen Experten bei der Bereitstellung der Lösungen zusammen. Das geschieht in Deutschland und Österreich in enger Zusammenarbeit mit unserem Ärztlichen Leiter für Zentraleuropa, Dr. Stefan Eßer, unserem Regional Security Manager, Dr. Alexander Hasenstab sowie unserem Vertriebsleiter Oliver Becker. Gemeinsam möchten wir sicherstellen, dass die Lösungen und Dienstleistungen von International SOS den individuellen Anforderungen der Kunden in Deutschland und Österreich entsprechen.

 

Wie reagieren Sie auf die Herausforderungen Ihrer Kunden in der Pandemie?

Unternehmen sind durch die Pandemie mehr denn je gefragt, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter langfristig und nachhaltig zu schützen und kämpfen gleichzeitig mit neuen Herausforderungen. Zum einen hat durch COVID-19 die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers einen noch wichtigeren Platz eingenommen. Gesundheit ist zur „Chefsache“ geworden, zu einem strategischen Thema, das auf der Agenda der Geschäftsleitung steht und auf Vorstandsebene diskutiert wird.

 

Zum anderen war die Aufrechterhaltung der betrieblichen Effizienz und Kontinuität für viele Arbeitgeber eine große Herausforderung, da sie mit Fehlzeiten aufgrund von COVID-19-Erkrankungen oder Quarantäneauflagen und der Einführung neuer Arbeitsprozesse wie zum Beispiel im Homeoffice umgehen müssen. Nicht zuletzt sind die Planung und Durchführung von Geschäftsreisen und Entsendungen viel komplexer geworden.

 

In diesem Zusammenhang ist die Aufgabe von International SOS, Arbeitgeber beim Schutz ihrer lokalen und mobilen Arbeitskräfte zu unterstützen und sie zu beraten, sinnvoller denn je. Es gibt zum Beispiel einen wachsenden Bedarf an Programmen zur physischen und immer mehr auch psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter. Als Reaktion auf diese Nachfrage haben wir unsere Ressourcen aufgestockt, unter anderem durch den Einsatz von weiteren Gesundheits- und Sicherheitsexperten. Unsere Experten helfen nicht nur in akuten Notfallsituationen, sondern beraten unsere Kunden auch strategisch, zum Beispiel, wenn es um die Erstellung von Pandemie- bzw. Krisenmanagement-Plänen geht oder den Aufbau eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

 

Unternehmen müssen zudem in der Lage sein, ihren Mitarbeitern die Wiederaufnahme von Geschäftsreisen zu ermöglichen, denn das Exportgeschäft ist vor allem für Unternehmen in Deutschland und Österreich eine starke Triebkraft wirtschaftlichen Wachstums. Die Risiken sind allerdings durch die Pandemie gestiegen. International SOS mit mehr als 30 Jahren Erfahrung im Bereich Reiserisikomanagement-Lösungen kann bei der neuen Komplexität unterstützen, damit Unternehmen weiterhin handlungs- und wettbewerbsfähig bleiben. Konkret haben wir beispielsweise die Assistance-Center-Teams um zehn Prozent aufgestockt, genauso wie unsere „Intelligence“-Teams, die verlässliche Informationen aus aller Welt zusammentragen und analysieren und den Travel-Risk-Management-Prozess weiter digitalisiert.

Wir danken für das Interview, Herr Fraissinet!

 

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17. November 2021 - Neue Norm ISO 31030:2021 - Leitfaden für das Management von Reiserisiken veröffentlicht!


Der Leitfaden zur ISO-Norm 31030:2021 ist da und auf der Website der International Organization for Standardization verfügbar: ISO 31030:2021 Travel Risk Management - Guidance for Organizations!

 

Das Dokument gilt für alle Arten von Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe oder Branche. Unternehmen erhalten darin Informationen zum Umgang mit den Risiken, die sich für Unternehmen und ihre Mitarbeiter aus der Durchführung von Reisen ergeben.

 

In einer Zeit, in der Unternehmen über die Rückkehr zum Reisen nachdenken und darüber, wie sie dies unter den komplexen Bedingungen der COVID-19-Pandemie sicher tun können, bietet diese neue ISO-Norm wichtige Anleitungen zum Schutz der Mitarbeiter. 

 

Der Leitfaden bietet einen strukturierten Ansatz für die Entwicklung, Umsetzung, Bewertung und Überprüfung von:

  • Richtlinien
  • Programmentwicklung
  • Identifizierung von Bedrohungen und Gefahren
  • Chancen und Stärken
  • Risikobewertung sowie
  • Präventions- und Minderungsstrategien.

 

Schulungen der International SOS Foundation: Aufbau eines Reiserisikomanagement-Programs für die COVID-19-Welt 

Auf der Grundlage der neuen ISO-Norm 31030:2021 - Travel risk management - Guidance for organizations startet die International SOS Stiftung ihren fünften Schulungskurs mit dem Titel "Building a Travel Risk Management Programme Fit for the COVID-19 World". 

Dieser zweitägige virtuelle Kurs wurde entwickelt, um Personen, die für das Management von Reiserisiken in ihrer Organisation verantwortlich sind, die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, um ihr Programm für das Management von Reiserisiken (TRM) so zu verbessern, dass es die Norm ISO 31030:2021 erfüllt.

Durch die Teilnahme an diesem Kurs erhalten die Teilnehmer die notwendigen praktischen Werkzeuge, um:

 

  • die ISO 31030:2021 und ihre Vorteile für das Reiserisikomanagement einer Organisation zu verstehen
  • sich mit den durch die Pandemie bedingten Risiken auseinanderzusetzen, um einen proaktiven Ansatz zur Risikominderung zu entwickeln 
    die Rolle und die unterstützenden Vorteile der Integration von Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien beim Umgang mit Reiserisiken zu erklären 
  • die Kernkompetenzen eines robusten Programms für das Management von Reiserisiken unter Berücksichtigung des einzigartigen Risikoprofils der Organisation zu verstehen
  • die notwendigen Schritte zu identifizieren, um die Kernelemente der ISO 31030:2021 in bestehende Reiserisikomanagement-Richtlinien zu integrieren 
  • die Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, die sich auf Ihre Mitarbeiter auswirken, zu identifizieren und zu priorisieren und einen Aktionsplan zu erstellen, um sicherzustellen, dass diese Risiken in den Reiserisikomanagementplan aufgenommen werden

 

Pilotkurs und Web-Meeting-Aufzeichnung

In unserem Pilotkurs am 24. und 25. November vermitteln Dr. Stefan Eßer, Xavier Carn und Mike Causey den Teilnehmern die Kompetenzen, die sie benötigen, um ihr Travel Risk Management (TRM)-Programm so zu erweitern, dass es die ISO 31030:2021 berücksichtigt. Anhand von Fallstudien, Übungen und Simulationen werden die Teilnehmer des Kurses in die Lage versetzt, ihr Reiserisikomanagement zu leiten, die Rollen und Verantwortlichkeiten eines effektiven Programms zu definieren und zu verstehen, wie man dessen Erfolg überwacht. Sichern Sie sich noch heute einen Platz im neuesten Schulungskurs der International SOS Foundation.

 

Jetzt anmelden für die Schulung


Am 26. Oktober fand zudem das Web-Meeting von International SOS mit TRAXO "Are you ready for ISO 31030 - What you need to know about the new travel risk management global standard" statt. In dem Web-Meeting haben die Experten einen strukturierten Ansatz für die Entwicklung und Umsetzung der neuen ISO 31030-Richtlinien und -Programme für das Management von Reiserisiken erläutert. Sehen Sie sich jetzt die Aufzeichnung des Web-Meetings an.

 

Aufzeichnung Web-Meeting herunterladen

 

  

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6. Mai 2021 - AOKpass zum sicheren Nachweis von COVID-19-Test- und Impfergebnissen genießt wachsende internationale Anerkennung


ICC AOKpass, die mobile App für den sicheren Nachweis von COVID-19-Test- und Impfergebnissen, hat seit ihrem Jungferneinsatz im Dezember 2020 eine große Zahl an Flughäfen, Behörden und Fluggesellschaften von ihrer Sicherheit, Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit überzeugt. An der Einführung der App waren bereits 13 Länder beteiligt, die App wurde in mehr als 500 Flügen eingesetzt. Eine Anwendung auf dem Smartphone wie ICC AOKpass, einfach bedienbar und mit weltweit auslesbaren Informationen zum Impfstatus und COVID-19-Test einer Person versehen, wird aller Voraussicht nach in Zukunft als valider Gesundheitsnachweis bei Reisen fungieren.

Zu den konkreten Projekten gehören die folgenden:

  • Partnerschaft SITA Airport IT und International SOS: Reisende von Hongkong nach Singapur werden in Kürze von der sicheren digitalen Verifizierung des COVID-19-Status profitieren. Mit dem Fokus auf große internationale Flughäfen haben AOKpass und der Technologieanbieter für die Luftverkehrsbranche, SITA, bereits bei Pilotprojekten für Flüge von und zu den Flughäfen in San Francisco (SFO), Los Angeles (LAX) und Paris (CDG) zusammengearbeitet. Durch die Integration von AOKpass kann SITA eine datenschutzfreundliche Verifizierungsfunktion für Gesundheitspässe in ihre IT-Systeme und Produkte einbetten. Diese Art der Integration ermöglicht eine nahtlose End-to-End-Erfahrung über die gesamte Reise des Reisenden - von der Buchung, dem Check-in, dem Boarding, dem Passieren von sicheren Kontrollpunkten und anderen notwendigen Touchpoints.
  • Alitalia/Aeroporti di Roma: Flüge nach New York. Mit der Fluggesellschaft und dem Flughafenbetreiber läuft seit Anfang Januar 2021 ein Pilotprojekt, um die Ergebnisse der Covid-19-Antigen-Schnelltests, die am Flughafen ermittelt werden, über ICC AOKpass zu digitalisieren. Sie können beim Boarding für Alitalia-Flüge Richtung New York vorgelegt werden.
  • Etihad Airways/Paris Charles de Gaulle: Flüge nach Abu Dhabi. Gemeinsam mit der Fluggesellschaft betreibt MedAire, ein Unternehmen von International SOS, ein Pilotprojekt, um den COVID-19-Test vor dem Abflug mit ICC AOKpass zu digitalisieren. Nach dem Erfolg eines ersten Pilotprojekts für Etihad, das im September 2020 als Weltneuheit in der Flugreisebranche gestartet wurde, wird die Nutzung des ICC AOKpass nun Etihad-Passagieren angeboten, die von Paris Charles de Gaulle nach Abu Dhabi fliegen.
  • Air France/Groupe ADP (Aéroports de Paris): Flüge nach San Francisco und Los Angeles: Ebenfalls im März und April 2021 hat Air France ein vierwöchiges Testprogramm absolviert für Hin- und Rückflüge zwischen Paris-Charles de Gaulle auf der einen, San Francisco International Airport und Los Angeles World Airports auf der anderen Seite. Kunden, die auf diesen Flügen reisen, konnten den ICC AOKpass kostenlos testen und bekamen bei der Ankunft in Paris vorrangigen Zugang zum Boarding und zur Passkontrolle.
  • Air France/Paris Charles de Gaulle: Flüge nach Guadeloupe und Martinique. Die französische Fluggesellschaft hat ein Testprogramm für den ICC AOKpass aufgelegt. Die vierwöchige Testphase im März und April 2021 auf allen Air-France-Flügen von Paris-Charles de Gaulle nach Pointe-à-Pitre (Guadeloupe) und Fort-de-France (Martinique) lief auf freiwilliger Basis, um den Betrieb der App unter realen Bedingungen zu testen und Einschätzungen der Testkunden zu erhalten.

 

Eine Frau checkt mit Ihrem Smartphone am Flughafen ein und nutzt dabei die AOKpass App als Impfnachweis.


  • Corsair: Flüge in französische Überseegebiete. Mitte März 2021 hat die französische Fluggesellschaft Corsair den ICC AOKpass in den Testbetrieb genommen für Flüge von Paris nach Pointe-à-Pitre (Guadeloupe), Fort-de-France (Martinique), La Réunion Island und Mayotte. An den dortigen Flughäfen ist die Vorlage eines negativen COVID-19-Tests erforderlich, der beim Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf.
  • Air Caraïbes, French Bee/Paris Orly: Flüge in die französischen Überseegebiete: Die beiden zur Groupe Dubreuil gehörenden Airlines haben im Anfang März 2021 den Pilotbetrieb für Flüge vom Pariser Flughafen Orly in die Überseegebiete Guadeloupe, Martinique, Guyana, La Réunion und Tahiti aufgenommen. An den dortigen Flughäfen ist die Vorlage eines negativen Covid-19-Tests erforderlich, der beim Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf.
  • Energy Drilling Management/Songkhla Port Authority: Reisen zwischen Singapur und einem Hafen in Thailand. Das singapurische Unternehmen Energy Drilling Management nutzte den ICC AOKpass im Juli 2020 im Pilotbetrieb für eine zehnköpfige Besatzung, die im Auftrag von PTT Exploration and Production an Bord eines Bohrinselschiffs reist. Alle zehn Mitarbeiter wurden mit einem PCR-Tupfertest gescreent, die Ergebnisse von einem Arzt verifiziert und im jeweiligen individuellen ICC AOKpass gespeichert sowie vor Beginn der Reise an den Kunden in Thailand gesendet. Auch die Songkhla Port Authority als Hafenbehörde war involviert.
  • Girona: Zugang zu Veranstaltungen. Die spanische Stadt Girona hat von Ende Februar bis Ende März 2021 den ICC AOKpass im Pilotbetrieb „Opening Girona“ dafür genutzt, um den Zugang zu Ausstellungen, Geschäfts-Events, Restaurants und Fußballspielen für Getestete zu regeln.

Weitere Informationen zum AOKpass finden Sie hier.