Chief Health Officer 2030: Sind sie auf die zukünftigen Anforderungen an die Mitarbeitergesundheit vorbereitet?

25. August 2021 - Web-Meeting mit Paneldiskussion zur Rolle des Chief Health Officers fand am 19. August statt


Teilnehmer: Dr. Anja Berkenfeld von Thyssenkrupp, Dr. Eva Dahlke von der Universität Mainz, der selbständige Berater Dr. Steffen Hitzeroth sowie Dr. Stefan Eßer von International SOS

Am 19. August veranstaltete International SOS eine Paneldiskussion zur Rolle des Chief Health Officers. Mit dabei waren Dr. Anja Berkenfeld, Fachärztin für Arbeitsmedizin sowie Chief Medical Officer von Thyssenkrupp, Dr. Eva Dahlke, Fachärztin für Arbeitsmedizin, Notfallmedizin, Reisemedizin bei der Universität Mainz und Dr. Steffen Hitzeroth, Facharzt für Arbeitsmedizin, der als selbständiger Berater mit GLO-TH Consulting tätig ist.

 

Dr. Stefan Eßer führte durch das Web-Meeting und stellte direkt zu Anfang fest: Die Corona-Pandemie war ein Weckruf für die Unternehmen. Die Rolle des Chief Health Officers und die betriebsärztlichen Dienste seien wieder in den Vordergrund gerückt.

 

Dr. Eßer fasste zu Beginn die vor kurzem von der International SOS Stiftung veröffentlichte Studie "Chief Health Officer 2030: Addressing the Employee Health Needs of the Future" kurz zusammen. Laut der Studie hätten die Themen Infektionskrankheiten, psychische Gesundheit und Business Continuity während COVID-19 stark an Bedeutung gewonnen. Auch im Assistance Center von International SOS kämen mehr Anfragen nach psychologischer Beratung als vor der Pandemie an.

Screenshot der Panelisten des Web-Meetings zum Chief Health Officer 2030 von International SOS.

 Zum Abspielen der Paneldiskussion klicken Sie auf das Bild.

 

"Rolle des CHO muss zur Organisation passen"

Die Teilnehmer des Panels diskutierten den Begriff des "Chief Health Officer". In den Unternehmen gibt es die unterschiedlichsten Bezeichnungen für die medizinischen Experten. Ob "Medical Director", "Corporate Medical Director" oder "Leitender Betriebsarzt" - Dr. Anja Berkenfeld befand: "Es muss zur Organisation passen." Denn in einem Unternehmen, welches einen guten und effektiven betriebsärztlichen Dienst hätte, könne man auch den leitenden Betriebsarzt zum CHO machen, in manchen Organisationen sollten diese Positionen aber lieber parallel bestehen. Es sei daher immer der Blick auf die Organisation wichtig, und darauf, welche Persönlichkeit am besten geeignet wäre, eine solche Rolle zu übernehmen. Dr. Stefan Eßer stellte fest: "Die Begrifflichkeit ist nicht das Vordergründige, der Inhalt und die Funktion spielt eine größere Rolle." Laut Dr. Hitzeroth sollte der Chief Health Officer aber auf jeden Fall an die Geschäftsleitung berichten, denn ein Chief Health Officer muss in wichtige Strategien des Unternehmens eingeweiht sein, um z. B. Themen wie Nachhaltigkeit bzw. den Sustainability Report voran zu treiben. Dr. Anja Berkenfeld unterstrich, dass es wichtig sei, dass neben dem Betriebsarzt eine weitere Person losgelöst vom Operativen die Brücke zum Business schlägt. Das sei eben der Chief Health Officer, der den Mehrwert von Gesundheitsmaßnahmen auch an die Geschäftsleitung vermitteln könne.


Welchen Stellenwert nimmt das Thema "Psychische Gesundheit" auf der Agenda des CHO ein?

Beim Thema Psychische Gesundheit waren sich die Teilnehmer einig, dass der CHO die Abteilungen HSE (Health, Safety, Environment) und HR (Human Resources) an einen Tisch bringen muss, um gemeinsam geeignete Initiativen für die Mitarbeiter zu entwickeln und umzusetzen. Laut Dr. Eva Dahlke täten sich kleine und mittelständische Unternehmen hier schwerer. Sie setzten das Thema "Mental Health" zwar intuitiv um, wie z. B. beim Thema Home Office das regelmäßige Kontakthalten und das Teilen von Unternehmensinformationen. Im Großen und Ganzen würde das Thema aber eher stiefmütterlich behandelt bzw. lehne sich nicht an konkrete Zahlen bzw. Analysen aus dem Unternehmen an.


Fazit von Dr. Eßer

Dr. Stefan Eßer fasste am Ende des Web-Meetings zusammen: "Die Rolle des CHO geht über die alltäglichen betriebsärztlichen Tätigkeiten hinaus. Es handelt sich um eine langfristige, strategische Aufgabe, die zu bewältigen ist durch die erforderliche Qualifikation sowie Fachwissen und Zuverlässigkeit." Dabei sei auch zu überlegen, ob eine interne Besetzung oder die Unterstützung durch einen externen Anbieter geeigneter sei.


International SOS hat ein paar Empfehlungen für Unternehmen niedergeschrieben, was sie bei der Besetzung der Position des CHO beachten sollten und zu welchen Themen der CHO aktiv werden sollte. Die Empfehlungen können Sie hier herunterladen.
 Folie mit Empfehlungen für Unternehmen zum Thema Chief Health Officer 

 

Möchten Sie das gesamte Web-Meeting vom 19. August zum Thema Chief Health Officer ansehen? Die Aufzeichnung der Paneldiskussion finden Sie in unserer Mediathek.

 

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4. August 2021 - Umfrage zeigt, dass die Rolle des Chief Health Officers seit COVID-19 wichtiger denn je ist


Die COVID-19-Pandemie war für viele Unternehmen auf der ganzen Welt ein Weckruf in Bezug auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Belegschaft, und die Rolle des Chief Health Officer (CHO) könnte aktuell nicht wichtiger sein. Doch wie können Unternehmen die zukünftigen Anforderungen an die Mitarbeitergesundheit bestmöglich erfüllen?

Unsere Experten geben nachfolgend einen exklusiven Vorab-Einblick in ein neues Whitepaper mit dem Titel "Chief Health Officer 2030: Addressing the Employee Health Needs of the Future", das in Kürze von der International SOS Stiftung veröffentlicht wird. Das Paper basiert auf einer Umfrage unter 100 Fachkräften, die für die Gesundheit von Mitarbeitern weltweit verantwortlich sind (mehr Infos siehe Kasten rechts). Das Paper fasst die aktuellen Erkenntnisse aus der COVID-19-Pandemie zusammen und zeigt auf, wie Unternehmen langfristig für eine gesündere Belegschaft sorgen. 


Im Video nennen unsere Experten einige wichtige Faktoren, die Unternehmen berücksichtigen sollten, um die Herausforderungen im Bereich Gesundheit und Wellness bestmöglich zu meistern:


 

Arbeiten Sie  auf jeden Fall mit Ihrem Chief Health Officer zusammen, um alle geschäftskritischen Gesundheitsthemen zu steuern. Dazu gehören:

 

  • Einhaltung von Gesundheitsbestimmungen und -richtlinien, was eine Herausforderung sein kann, da sie auf globaler, regionaler und lokaler Ebene unterschiedlich sind. Verlässliche und aktuelle Informationen sind der Schlüssel, um sicherzustellen, dass Sie die verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen in Ihrem Unternehmen einhalten.
  • Steuerung und Verbesserung des Wohlbefindens am Arbeitsplatz: Das körperliche und emotionale Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter ist entscheidend, um die Produktivität Ihrer Mitarbeiter zu maximieren und die Geschäftskontinuität sicherzustellen. Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz wird heute auch als Hebel für die Rekrutierung, Bindung und den Wettbewerbsvorteil gesehen.
  • Überwachung der eskalierenden Kosten für Unternehmen, die mit einem Mangel an proaktivem Gesundheitsrisikomanagement verbunden sind.

 

Rekrutierung eines Chief Health Officers, der zu den Anforderungen Ihres Unternehmens passt:

 

  • Management-Erfahrung aus der Arbeit mit multinationalen Unternehmen und über Branchen hinweg
  • Branchenkenntnisse über Best Practices und Benchmarking in Ihrem Sektor
  • Frühzeitige Erkennung von aufkommenden Gesundheitstrends, die verschiedene Branchen betreffen

Drei der wichtigsten Punkte, um die sich Ihr Chief Health Officer kümmern sollte: 

 

  • Zugang zu faktenbasierten Informationen aus zuverlässigen Quellen sicherstellen
  • Fähigkeit, die abgerufenen Informationen zu analysieren und die für Ihr Unternehmen relevanten Teile hervorzuheben
  • Bereitstellung der Informationen für Ihre Belegschaft und effektive Kommunikation

 

 

Sehen Sie sich die Ergebnisse aus der CHO 2030 Umfrage in den nachfolgenden Grafiken an: